Google Wave – ich jetzt auch

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Als ich das erste mal von Google Wave gehört und mir dann auch gleich die Developer Preview Keynote angeschaut hatte, war ich begeistert!
Seit einigen Wochen hab ich nun auch schon ein Google Wave Account. Ich wurde von einem Kollegen eingeladen, der sich direkt bei Google beworben hatte.
Obwohl noch einige andere Kollegen mit dabei waren, waren die Konversationen eher mager. Nachdem ich nun auch einige andere Freunde einladen konnte bzw. kontaktiert hatte, ging es ein mal so richtig ab, dass selbst der Kühler von meinem Mac Book jaulen musste. ;)
Aber dabei blieb es. Seitdem gab es keine größeren Unterhaltungen mehr. Aber ich denke, ich habe genug gesehen, um einen ersten Schluss zu ziehen:

  • Vorerst: Super Idee! Das beste daran ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass es nur eine Version der Nachricht gibt und nicht mit jeder Antwort eine neue erstellt wird.
  • Ein weitere Vorteil ist natürlich die Playback Funktion.
  • Das „just-in-time-typing“ macht zwar Spaß, aber irgendwie ist es unnötig – man verfällt viel zu schnell ins „Chatten“ anstatt ne „ordentliche“ Nachricht zu schreiben.
  • Ansonsten sind die restlichen Funktionen (Extensions, private Nachrichten in der Nachricht, Inline Antworten, etc) ganz schick.

Trotzdem finde ich, man hätte dafür kein neues Protokoll erfinden müssen. Ein anständiger Email Client hätte die meisten Neuerungen auch hin bekommen. Es bewahrheitet sich für mich immer mehr, dass Refactoring besser ist als Neuerfindung: Aber anstatt alles zu vereinen hat man eben doch was Neues gemacht.
Besser fände ich mal einen Client der all die Dinger vereint – da ist zum BeispielFlock ein besserer Ansatz.

Meiner Meinung nach wird Google Wave also keinen der bestehenden Dienste (Email, SocialCommunities, Chat, Twitter, Blogging etc.) verdrängen. Aber das ist meine Meinung. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Ach ja – mag jemand noch eine Einladung haben? Ich hab noch welche zu vergeben.

Link Forward: Developers should be artists

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Ein Artikel der mir aus meiner Programmierer Seele spricht:
Developers should be artists von Fabien Potencier.

Ganz am Ende heißt es

To be an artist, you need time and freedom

und ich glaub genau das ist der Grund, warum ich einfach keinen Bock hab mich daheim nochmal vor den Rechner zu hocken: Ich bin einfach zu fertig und müde um noch kreativ zu sein. Vielleicht ist es auch der Grund, warum „kommerzieller Code“ oft gar nicht so gut ist und auch der Grund warum Google ständig neue coole Anwendungen auf dem Markt bringt. Man braucht einfach ein bisschen Freiheit – auch am Arbeitsplatz.

Clean Code Developer

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Ich möchte hier kurz ein sehr interessantes Projekt, Aktion oder vielleicht eher eine „Programmierer Religion“ vorstellen: Die Clean Code Developer.

Es handelt sich hierbei um ein Team, welches ein Wertesystem mit verschiedenen Regeln, Prinzipien und Praktiken definiert hat, deren Einhaltung dazu dienen soll, generell besseren Code zu hinterlassen.

Eigentlich sind dies zum größten Teil Regeln, die den meisten Entwicklern mehr oder weniger bewusst/bekannt sind. Doch mit dem CCD Werte System wurde nun ein Standard definiert, an dem man sich immer wieder messen und mit der Hilfe dessen man immer mehr zum Programmierer mit der weißen Weste wird ;).

Ich persönlich finde diese „Aktion“ super und werde mir demnächst auch mal die coolen Armbänder bestellen ;) und das Wertesystem zu Herzen nehmen.